Um die Verbindung mit dem Element Erde zu stärken, oder um einfach Festigkeit im Hier und Jetzt zu erlangen, ist es sehr hilfreich, eine sogenannte „Bergmeditation“ zu machen. Dafür bitte ich Dich nun, Deine für Dich geeignete Position für die Meditation einzunehmen, die Augen zu schliessen, und drei tiefe Atemzüge zu nehmen.
Spüre in Deinen Körper hinein, richte Deine Aufmerksamkeit auf die Punkte, an denen Dein Körper den Boden, die Sitzfläche oder die Armlehne berührt. Spüre die Schwere des Körpers auf dem Boden, und wie Du stabil und sicher dasitzt.
Ein Berg ist eine, sich aus der ihn umgebenden Landschaft erhebende Form, der sich durch eine bestimmte Eigenständigkeit auszeichnet, indem er sich von anderen Erhöhungen abhebt.
Bestimmt warst Du schon an Orten, wo es Berge gibt. Und bestimmt kommt Dir ein Berg, eine Bergspitze in den Sinn, die Dir vertraut ist und die Du Dir gut vor Deinem inneren Auge vorstellen kannst. Bei mir ist es meist ein markanter Berg in Tibet oder das Matterhorn, dieser prächtige Gipfel, der so alleine am Ende des Tals über Zermatt thront.
Stelle Dir Deinen Berg nun möglichst genau vor. Der Gipfel ist vielleicht mit Schnee bedeckt, er hat Felswände, vielleicht gibt es am Bergfuss in geringerer Höhe noch Wald oder Wiesen. Lass das Bild Deines Berges in Gedanken lebendig werden und mache Dich der Eigenschaften und des Aussehens des Berges bewusst.
Wenn das Bild des Berges deutlich vor Dir steht, versuche, Deinen Körper in den Berg zu verwandeln, mit dem Berg zu verschmelzen, oder Dich hineinzuversetzen. Der Kopf wird zur Bergspitze, die Schultern und Arme zu den Bergflanken.
Spüre die stabile Verbundenheit, die Stärke, das Majestätische wie Du als Berg in Deiner Meditation verweilst. Ruhe in diesem Zustand einige Minuten, spüre Dich als Berg und wenn Deine Gedanken dabei abgelenkt werden, richte sie sanft wieder auf den Berg.
Beende die Meditation, indem Du wieder Deinen echten Körper wahrnimmst, wie Du auf dem Stuhl oder Kissen sitzt und sanft die Augen öffnest.