Wir alle erleben Stimmungsschwankungen, aber wie wir damit umgehen, das kann den Unterschied machen.
Darum sei sanft und freundlich zu Dir, wenn deine Stimmung mal wieder Achterbahn fährt. Stell dir vor, deine Gefühle und Emotionen seien wie Wolken am Himmel, die vorbeiziehen. Beobachte sie, ohne zu urteilen, ohne daran festhalten zu wollen oder sie verdrängen zu wollen. Lass sie kommen und gehen wie die Meereswellen.
Eine solche Betrachtung voller Selbstakzeptanz kann dir helfen, aller Herausforderungen die das Leben stellt zum Trotz gelassen zu bleiben.
Die Vorweihnachtszeit ist voller Rituale und Gewohnheiten – und oft Ankerpunkte in unserem Alltag. Sie können Struktur und Halt geben, aber auch Stress verursachen, wenn sie uns über den Kopf hinaus wachsen, anstatt Ruhe und Ordnung zu bringen.
Hinterfrage mal Deine eigenen Vorweihnachts-Rituale und Gewohnheiten – welche erfreuen Dich, welche verursachen Stress? Möchtest Du das eine intensiver kultivieren oder Dich von einem anderen lösen?
Mit Thich Nhat Hanhs Übungen das Wunder der Achtsamkeit entdecken
Thich Nhat Hanh (1926-2022) war nicht nur ein großartiger Meditationslehrer und Gelehrter, auch als Dichter und Kalligraf hat er sich einen Namen gemacht.
Durch das Wunder der Achtsamkeit können wir erfahren, dass unser Leben etwas ungemein Kostbares ist. Sind wir in jedem Augenblick wach und gegenwärtig, dann leben wir unser Leben und verträumen oder verschwenden es nicht. In seinem Buch «Das Wunder der Achtsamkeit» hat er Übungen entwickelt, die wir ausprobieren und selber anwenden werden. So lernen wir, dass Meditation nicht nur auf dem Kissen im Lotussitz, sondern durchaus auch beim Abwasch, Hausputz oder beim Waldspaziergang stattfinden kann. Auch in diesem Kurs wird es wieder Handouts mit Zitaten und Anker-Übungen geben.
Jeweils donnerstags von 18.00-18.30 Uhr Der Kurs fand statt am 30. Oktober, 6. November, 13. November, 20. November, 27. November, 4. Dezember, 11. Dezember und 18. Dezember 2025
Weitere Informationen und Zugang zu den Audio-Aufnahme auf Anfrage an meditierenmittara@gmail.com
Ja, oft schon, und das hat einen Grund. Unser Gehirn und unsere Wahrnehmung ist darauf trainiert, das „Auffällige“ primär wahrzunehmen und sich darauf zu konzentrieren – und oft sind das negative Ereignisse. Dies ist eine evolutionäre Reaktion, die uns einst vor Gefahren schützen sollte. Wir erinnern uns eher an die durch Regen unangenehm gewordenen Ausflüge oder an die Verspätung des Zuges, aber nicht an den schönen Sonnenaufgang.
„Wir können die Welt als fehlerhaft oder als wunderbar betrachten: Alles liegt in unserem Denken.“ Zitat: S. H. 14. Dalai Lama
Aber wenn wir die positiven Momente wertschätzen, können wir mehr Freude in unserem Alltag finden. Achte heute darauf.
Denke daran, dass etwas, was du nicht bekommst, manchmal eine wunderbare Fügung des Schicksals sein kann.
S.H. Dalai Lama
Genauso kann der Satz in einer Kurzmeditation reflektiert werden. Probiere es aus! Wie sieht es aus, wenn Du das Wörtlein „nicht“ weglässt – hänge noch ein paar Minuten Meditation über diese Variante des Textes an.
Hilfreich ist es auch, Gedanken, Emotionen oder Eindrücke der Meditation in einem Meditationstagebuch zu notieren, und dieselbe Meditation einige Zeit später zu wiederholen. Stellst Du Unterschiede fest?
Der buddhistische Weg, mit sich selbst und anderen glücklich zu leben
„Wir finden die Liebe dann, wenn wir uns der Hindernisse bewusst werden, die wir gegen sie aufgebaut haben.“ – Sharon Salzberg, Wahre Liebe
Mit den drei klassischen Schritten der Liebesmeditation führt die bekannte Meditationslehrerin Sharon Salzberg durch einen Prozess, der zu mehr Herzenswärme und einem klaren Herz führt. Er beginnt mit dem liebevollen Umgang mit sich selbst, mit der Bewusstwerdung alter Glaubenssätze und Konditionierungen, die ein liebendes Herz eng werden lassen. Im nächsten Schritt weitet sich die Liebe auf andere Menschen aus: Indem wir uns der Geschichten bewusst werden, die wir uns ständig selbst erzählen, und damit aufhören, wird ein liebevolles Miteinander möglich. Im letzten Schritt entwickeln wir Liebe zu allen Wesen.
Die Übungen und Meditationsanweisungen des Buches geben konkrete Hilfestellungen, viele Fallbeispiele veranschaulichen die praktische Anwendbarkeit. Wahre Liebe ist gekennzeichnet von Wohlwollen und Freundlichkeit. Wenn wir die Metta-Meditation der liebenden Güte üben, entsteht eine tiefe Verbundenheit mit allem, was existiert.
Ein Meditationskurs nach dem Buch von Sharon Salzberg – Wahre Liebe erschienen im O.W. Barth Verlag
9 Meditationsabende à 30 Min – donnerstags, jeweils 18.00 – 18.30 Uhr Der Kurs fand statt am 14. August 2025, 21. August 2025, 28. August 2025, 4. September 2025, 11. September 2025, 18. September 2025, 25. September 2025, 2.Oktober 2025 und 9. Oktober 2025
Für weitere Informationen und Zugang zu den Audio-Aufnahmen auf Anfrage an meditierenmittara@gmail.com
In dieser Meditation möchte ich dich zu einer Reise einladen – und zwar zu einer Sonnenaufgangsmeditation an einem schönen Ort an einer Küste.
Setze dich dazu also in deiner gewohnten Meditationshaltung hin, auf dem Kissen oder auf dem Stuhl, überprüfe, dass du aufrecht, entspannt und bequem dasitzt. Schließe nun die Augen, und lass die Bilder in dir entstehen, die dieser Sonnenaufgang in dir bringt.
Stell dir vor, wie du an der Meeresküste sitzt, es ist früh morgens und noch etwas frisch, aber das macht dir nichts aus, denn du hast einen wärmenden Schal um die Schultern gewickelt.
Auf der anderen Seite in der Ferne zeichnet sich eine schwarzblaue Küstenlinie ab, mit bergigem Hinterland. Die verschiedenen Hügelketten sind anfangs noch nicht klar zu erkennen, und werden von Augenblick zu Augenblick heller, und in unterschiedlichen Blautönen abgestuft zeichnen sie sich, je nach Entfernung ab. Der Himmel ist klar und wolkenlos, und kündigt in zarten Gelb- und Orangetönen die aufsteigende Sonne an. Vögel ziehen über dem Meer vorbei und am Himmel sind die Kondensationsstreifen zweier Flugzeuge zu sehen, die weiße Striche am hellblauen Himmel hinterlassen.
Es wird ein schöner, sonniger Tag werden, ein leichter Luftzug lässt die Wasseroberfläche lebendig erscheinen, es gibt keine Wellen, nur eine sacht gekräuselte Oberfläche, in der sich das Licht spiegelt.
Minute um Minute verändert sich das Bild, die Blautöne der Bergketten sind gegen vorne dunkler, weiter hinten heller, der Himmel verfärbt sich immer mehr orangefarben, und kurz bevor die erste Wölbung der Sonne erscheint, kündigt sie sich mit intensivem Orange an, bis sie dann wie ein glühender Feuerball aufsteigt. Die ersten Sonnenstrahlen sind zu sehen, und verwandeln den Anblick der Küstenlinie, die nun blassere Töne in Grau hat.
Immer weiter steigt die Sonne auf, ihr leuchtendes Licht und die Wärme werden langsam spürbar. Je weiter die Sonne hervor kommt, umso mehr zeichnet sich auch ein orangefarbenes Band auf der leicht gekräuselten Wasseroberfläche ab. Im Herbst, wenn das Wasser und vor allem die Luft schon etwas kühler sind, ist ein kleiner aufsteigender Nebel über der Wasseroberfläche zu sehen.
Verweile einige Minuten in diesem Augenblick, spüre die aufkommende Wärme der Sonne im Gesicht, wie sie dein Haar, die Stirn, die Nase bis zum Mund und Kinn erwärmt und nimm diese Energie mit tiefen Atemzügen in dir auf.
Spüre diesem Gefühl des Betrachtens dieses Naturschauspiels noch etwas nach, genieße diesen Augenblick und die Wärme die durch die Sonne entsteht.
Werde Dir nun langsam wieder deines Körpers bewusst, wie er da auf dem Kissen oder auf dem Stuhl sitzt und komme mit der Aufmerksamkeit wieder ins Hier und Jetzt zurück.
Übungen für einen feinfühligen Umgang mit sich selbst und mit anderen
Inspiriert durch Alexander Berzines Buch «Den Alltag meistern wie ein Buddha» möchten wir in diesem Kurs verschiedene Übungen kennenlernen und ausprobieren, die uns helfen, sowohl Überempfindlichkeit als auch mangelndes Feingefühl zu überwinden. In schwierigen Situationen des täglichen Lebens erleben wir Täuschungen, Nervosität, Stress und Unsicherheit – anhand alltagstauglicher Übungen wollen wir Gegenmittel oder Hilfsmittel suchen, um diese Situationen zu meistern. Dabei geht es um Sensibilität, die Talente unseres Herzens und unseres Geistes zu entdecken, Missverständnisse über die Erscheinungsweise der Dinge zu beseitigen und wie wir mit ausgeglichener Sensibilität reagieren können. Auch in diesem Kurs wird es wieder Handouts mit Zitaten und Anker-Übungen geben.
Der Kurs findet Online über ZOOM statt. Bitte melde Dich dafür unter der E-Mail-Adresse meditierenmittara@gmail.com an. Du erhältst den ZOOM-Zugangslink nach der Anmeldung per E-Mail. Dieses Angebot ist kostenlos, wer aber möchte, darf gerne eine Spende zur Deckung der Organisationskosten und/oder für den guten Zweck tätigen. Weitere Informationen erhältst Du dazu per E-Mail.
Mai – Juli 2025 – Online-Meditationskurs «Feinfühlend den Alltag meistern» Jeweils donnerstags von 18.00-18.30 Uhram 1. Mai 2025, 8. Mai 2025, 15. Mai 2025, 22. Mai 2025, 29. Mai 2025, 5. Juni 2025, 19. Juni 2025, 26. Juni 2025 und 3. Juli 2025
„Steinen zuhören: Eine Meditation mit Kieselsteinen“
Eine Achtsamkeitsmeditation nach Thich Nhat Hanh
„Wenn es dir gelingt, ganz da zu sein, und du mit deiner Präsenz und Achtsamkeit das berührst, was ist, und tief schaust, wird sich dir die wahre Natur dessen, was du betrachtest erschliessen.“
1. Setze Dich bequem hin auf dem Boden oder auf einem Kissen… Kopf in den Himmel, Sitz auf der Erde und Herz dazwischen. 2. Platziere 3-5 Steine neben deinem linken Bein auf dem Boden. Atmen. 3. Lege Deine Hände auf die Knie und bereite dich darauf vor, den Steinen zu lauschen. 4. Bewege Deine linke Hand SEHR LANGSAM, um einen Stein aufzuheben, und halte ihn dann auf Deinem linken Knie. Du musst den Stein nicht ansehen, da er durch die Berührung Deiner Hand und Deinem Herzen zu Dir spricht. Atmen. 5. Nachdem Du dem Stein eine Weile zugehört und ihn gefühlt hast, bewege den Stein SEHR LANGSAM zur rechten Hand und lege ihn auf das rechte Knie. 6. Nachdem Du dem Stein eine Weile zugehört und ihn gefühlt hast, lege den Stein SEHR LANGSAM neben Deinem Oberschenkel auf den Boden. Lege die rechte Hand wieder auf Dein rechtes Knie. Atmen. 7. Wiederhole nun diese Schritte in deinem eigenen Tempo, bis sich alle Steine am rechten Oberschenkel befinden. Atmen. 8. Wiederhole nun die Schritte in die andere Richtung von rechts nach links und bewege die Steine einen nach dem anderen, von RECHTS nach LINKS. Vergiss nicht zu atmen. 9. Du kannst diese Bewegung der Steine jederzeit und überall wiederholen, so langsam und so oft wie möglich, hin und her.10. Denke daran, je langsamer Du Dich bewegst, desto mehr sprechen die Steine zu Dir.“
Ankerübung: Du kannst Dir diese 3 Objekte, Kastanien, Steinchen oder Muscheln in Deine Jackentasche stecken und immer mal wieder, wenn Du zum Beispiel an der Ampel stehst oder im Supermarkt an der Kasse – eine Kastanie mit der einen Hand aus der Tasche nehmen, langsam, achtsam und bewusst mit einer langsamen Bewegung in die andere Hand geben und in die andere Jackentasche stecken. Achte dabei intensiv, wie sich der Gegenstand in Deiner Hand anfühlt, die Oberfläche, die Form, die Temperatur… und wiederhole diese Geste, bis alle Objekte auf die andere Seite gewandert sind.
Weitere Varianten: Diese Meditation kann von jedem in jedem Alter durchgeführt werden. Kinder können dies als „Spiel“ spielen, indem sie Langsamkeit und Zuhören üben. Modellbau ist das beste Beispiel und Kinder werden gespannt darauf sein, mit Dir „Steine zu hören“. Spezielle Steine für das Spiel zu finden, kann das Interesse und die Absicht steigern. Versuche auch einmal, bei Kerzenlicht zu spielen.“